Forum | Chat | Weblogs | Clubs | Singlebörse | Spiele | Fotoalben | Mr. und Mrs. Wahlen Mitgliederliste Radio
Zu Favoriten hinzufügen Als Startseite anlegen   
Mein Profil
Community
Unterhaltung
Hilfreiches
Info
Service
Sprache
Werbung
    Mobileversionnew
Donnerstag, 24 Juli 2008 Jahr
17:15   Herr Hallmackenreuther  Eintrag wurde markiert  
"Die Federmuffen sind einzeln aufgehängt und kreuzweise verspannt!"
Herr Hallmackenreuhter aus einem Loriot-Sketch
 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 0

Montag, 21 Juli 2008 Jahr
22:29   Evelyn Haman  Eintrag wurde markiert  
Mit nur 65 Jahren starb Evelyn Hamann in der Nacht zum 29. Oktober 2007. Berühmt wurde sie als Sketchpartnerin von Loriot.

Jodeldiplom

Der Sketch „Jodelschule“ spielt im Institut für modernes Jodeln, in der die erwachsenen Schüler die korrekte Aussprache von Jodlern lernen (beispielsweise: „Holleri du dödl di, diri diri dudl dö“). Dabei tritt zunächst Jodellehrer Dr. Vogler (Hans Kircher) auf. Auf eine falsche Antwort von Frau Hoppenstedt (Evelyn Hamann) antwortet der Lehrer, dieses sei „zweites Futur bei Sonnenaufgang“. Im Interview begründet Frau Hoppenstedt ihre Teilnahme an dem Kurs: „Da hab ich was in der Hand... und ich habe als Frau das Gefühl, daß ich auf eigenen Füßen stehe... da hab ich was Eigenes... da hab ich mein Jodeldiplom.“
 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 4  (24 Jul 2008 19:12)
21:30   Was machst Du da?  Eintrag wurde markiert  
Berta: "Herrmann?"
Hermann: "Ja?"
Berta: "Was machst du da?"
Hermann: "Nichts!"
Berta: "Nichts? Wieso nichts?"
Hermann: "Ich mache nichts!"
Berta: "Gar nichts?"
Hermann: "Nein."
Berta: "Überhaupt nichts?"
Hermann: "Nein, ich sitze hier!"
Berta: "Du sitzt da?"
Hermann: "Ja."
Berta: "Aber irgendwas machst du doch!"
Hermann: "Nein."
Berta: "Denkst du irgendwas?"
Hermann: "Nichts besonderes."
Berta: "Es könnte ja nicht schaden, wenn du mal etwas spazieren gingest!"
Hermann: "Nein, nein."
Berta: "Ich bringe dir deinen Mantel!"
Hermann: "Nein, danke."
Berta: "Aber es ist zu kalt ohne Mantel!"
Hermann: "Ich geh ja nicht spazieren."
Berta: "Aber eben wolltest du doch noch!"
Hermann: "Nein, du wolltest, daß ich spazieren gehe!"
Berta: "Ich? Mir ist es doch völlig egal, ob du spazieren gehst!"
Hermann: "Gut."
Berta: "Ich meinte nur, es könnte ja nicht schaden, wenn du mal spazieren gehen würdest!"
Hermann: "Nein, nein, schaden könnte es nicht."
Berta: "Also was willst du denn nun?"
Hermann: "Ich möchte hier sitzen!"
Berta: "Du kannst einen ja wahnsinnig machen!"
Hermann: "Ach."
Berta: "Erst willst du spazieren gehen, dann wieder nicht. Dann soll ich deinen Mantel holen, dann wieder nicht. Was denn nun?"
Hermann: "Ich möchte hier sitzen!"
Berta: "Und jetzt möchtest du plötzlich da sitzen!"
Hermann: "Gar nicht plötzlich. Ich wollte immer nur hier sitzen!"
Berta: "Sitzen?"
Hermann: "Ich möchte hier sitzen und mich entspannen!"
Berta: "Wenn du dich wirklich entspannen wolltest, würdest du nicht dauernd auf mich einreden!"
Hermann: "Ich sag ja nichts mehr!"
Berta: "Jetzt hättest du doch mal Zeit irgendwas zu tun, was dir Spaß macht!"
Hermann: "Ja."
Berta: "Liest du was?"
Hermann: "Im Moment nicht!"
Berta: "Dann lies doch mal was!"
Hermann: "Nachher, nachher vielleicht!"
Berta: "Hol dir doch die Illustrierten!"
Hermann: "Ich möchte erst noch etwas hier sitzen."
Berta: "Soll ich sie dir holen?"
Hermann: "Nein, nein. Vielen Dank."
Berta: "Will sich der Herr auch noch bedienen lassen, was. Ich renne den ganzen Tag hin und her. Du könntest wohl einmal aufstehen und dir die Illustrierten holen!"
Hermann: "Ich möchte jetzt nicht lesen!"
Berta: "Mal möchtest du lesen, mal nicht."
Hermann: "Ich möchte einfach hier sitzen."
Berta: "Du kannst doch tun, was Dir Spaß macht!"
Hermann: "Das tue ich ja!"
Berta: "Dann quengle doch nicht dauernd so rum!"
Berta: "Hermann?"
Hermann: "-"
Berta: "Bist du taub?"
Hermann: "Nein, nein."
Berta: "Du tust eben nicht, was dir Spaß macht. Statt dessen sitzt du da!"
Hermann: "Ich sitze hier, weil es mir Spaß macht!"
Berta: "Sei doch nicht gleich so aggressiv!"
Hermann: "Ich bin doch nicht aggressiv!"
Berta: "Warum schreist du mich dann so an?"
Hermann: "Ich schrei dich nicht an!"
 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 0
20:33   Vicco von Bülow  Eintrag wurde markiert  
Bernhard Victor (Vicco) Christoph Carl von Bülow
alias "Loriot" (die französische Bezeichnung des Wappentiers seiner Familie, des Pirols)


12.11.1923
geboren in Brandenburg an der Havel


1934-41
Humanistisches Gymnasium Berlin und Stuttgart


1947-49
Kunstakademie Hamburg

seit 1949 Werbegrafik

seit 1950
Cartoons für den Stern

1953 bis heute
Bücher im Diogenes Verlag, Zürich: Großer Ratgeber, Tagebuch, Heile Welt, Dramatische Werke, Möpse und Menschen, Loriot, u.a.
Gesamt-Auflage ca. 5 Millionen

seit 1955
Cartoons für QUICK
Humoristische Werbegraphik (SCHARLACHBERG, usw.)

seit 1967
Satirische Prosa

1967-72
TV-Serie CARTOON (Autor und Hauptdarsteller)
Zeichentrickproduktion CARTOON, STANWELL, u.a.

1968
Adolf Grimme-Preis (Ehrende Anerkennung)

1969
Goldene Kamera

1971
Entwurf des TV-Hundes WUM für die AKTION SORGENKIND

1972
Stern des Jahres von der "Münchner Abendzeitung"

1972
Rose D´or de Montreux (Ehrende Anerkennung)

1973
Ausstellung im Wilhelm Busch Museum, Hannover

1973
Grimme Preis in Silber

1973
Goldene Europa

1973
Goldene Schallplatte

1974
Großes Verdienstkreuz

1974
Karl-Valentin-Orden

1975
Text zu "Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saens

1976
Deutscher Schallplattenpreis

seit 1976
TV-Serie LORIOT I - IV (Autor, Hauptdarsteller, Regisseur)

1978
Goldene Kamera

1979
Deutscher Kleinkunstpreis

1979
"Versuch eines Dirigates" der Berliner Philharmoniker anlässlich des Bundeskanzlerfestes

1979
Mitglied des P.E.N.

1980
Politische Satire für TV-Sendereihe REPORT

1980
Bayerischer Verdienstorden

1982
Festrede und Sketche mit den Berliner Philharmonikern anlässlich ihres 100. Geburtstages

1982
Festrede zur Wiedereröffnung des Deutschen Theaters in München

1982
Preis der deutschen Schallplattenkritik

1983
TV-Sendung "Loriots 60. Geburtstag"

1983
Text zu "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofieff

1984
Rede zur Verleihung des Erich-Kästner-Preises für Literatur

1985
Ausstellung und Feier im Dom zu Brandenburg

1985
Inszenierung der "Dramatischen Werke" im Stadttheater Aachen (Regie)

1985
Literaturpreis der Stadt Kassel für grotesken Humor

1985/86
Inszenierung der Oper "Martha" an der Staatsoper Stuttgart (Regie, Bühnenbild, Kostüm)

1986
Telestar, Ehrenpreis für Fernsehunterhaltung

1986
"Critici in erba" der Internationalen Jugendbuchmesse, Bologna

1988
Premiere des Spielfilms "Ödipussi" in Berlin Ost und West am 10.3.88 (Autor, Regisseur, Hauptdarsteller)

1988
Ernst-Lubitsch-Preis für die beste deutschsprachige Filmkomödie 1988

1988
Ausstellung im Wilhelm Busch Museum, Hannover

1988
Inszenierung der Oper "Freischütz" anlässlich der Ludwigsburger Schlossfestspiele (Regie, Bühnenbild, Kostüme)

1988
TV-Sendung "Loriots 65. Geburtstag"

1988
Rede anlässlich der Verleihung des Bayrischen Filmpreises "Bambi"

1989
Rede anlässlich der Verleihung des Deutschen Filmpreises

1989
Ausstellung in Weimar und Rostock

1990
1. Auftritt mit dem Scharoun-Ensemble mit dem "Karneval der Tiere" in Berlin

20.2.1991
Premiere des 2. Spielfilms "Pappa ante portas" (Autor, Regie, Hauptrolle)

1991
Goldene Leinwand der Gilde Deutscher Filmkunsttheater

1991
Auftritt mit dem Scharoun-Ensemble bei den Salzburger Osterfestspielen, im Gewandhaus Leipzig und im Brandenburger Theater mit "Karneval der Tiere" und "Peter und der Wolf"

1991
Goldenes Grammophon der Deutschen Grammophon Gesellschaft

1992
"Der Ring an einem Abend" (Wagner "Ring des Nibelungen" in einer Fassung für Erzähler, Sänger und Orchester) in Mannheim

1992
TV-Sketch anlässlch Heinz Rühmanns 90. Geburtstag

1993
TV-Sendung "Loriots 70. Geburtstag"

1993
Ausstellung in Potsdam, Düsseldorf, München, Hamburg

7.4.1993
"Der Ring an einem Abend" in Mannheim

22./23.4.1993
"Karneval der Tiere" und "Peter und der Wolf" mit dem Gewandhausorchester unter Kurt Masur in Leipzig

1993
"Der Ring an einem Abend" in der Volksoper in Wien

1993
Ehrenbürgerschaft der Stadt Brandenburg und Gemeinde Münster

1993
Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (Abteilung Darstellende Kunst)

1993
Sonderbambi verliehen vom Burda Verlag

1994
Verschiedene Lesungen mit Walter Jens aus dem Briefwechsel von Friedrich II und Voltaire

17.1.1996
Thomas Mann-Lesung im Jüdischen Gemeindezentrum in Frankfurt

1996
Ehrenlöwe des Fernsehpreises "Der Goldene Löwe"

1997
Mitglied der Akademie der Künste in Berlin-Brandenburg

1998
TV-Sendung "Loriots 75. Geburtstag"

23.9.1998
Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

12.6.1999
Verleihung des Weilheimer Literaturpreises
Rede an die Jugend

2001
Ehrenmitglied der Deutschen Oper Berlin

2001
Verleihung des Till-Eulenspiegel-Satire-Preises

2.7.2001
Verleihung der Ehrendoktorwürde, Uni Wuppertal

2002
Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises

2003
TV-Sendung "Loriots 80. Geburtstag"

2003
Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin für das Fach Theaterkünste

2003
Ehrenpreis der Goldenen Kamera

30.10.2004
Verleihung des Jacob-Grimme-Preises

30.4.2006
Benefiz-Matinee zur Erhaltung des Berliner Renaissance-Theaters
 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 0
20:24     Eintrag wurde markiert  

 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 0
20:09     Eintrag wurde markiert  

 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 0
19:55   Der Fernsehabend  Eintrag wurde markiert  
Sie: Wieso geht der Fernseher denn grade heute kaputt?
Er: Die bauen die Geräte absichtlich so, dass sie schnell kaputt gehen.
Sie: Ich muss nicht unbedingt Fernsehen.
Er: Ich auch nicht. Nicht nur, weil heute der Apparat kaputt ist, ich meine
sowieso, ich sehe sowieso nicht gerne Fernsehen.
Sie: Es ist ja auch wirklich *nichts* im Fernsehen was man gern sehen möchte.
Er: Heute brauchen wir, Gott sein dank, überhaupt nicht erst in den blöden
Kasten zu gucken.
Sie: Nee, es sieht aber so aus, als ob du hinguckst.
Er: Ich?
Sie: Ja.
Er: Nein, ich sehe nur ganz allgemein in diese Richtung. aber du guckst hin. Du
guckst da immer hin.
Sie: Ich? Ich gucke dahin? Wie kommst du denn darauf?
Er: Es sieht so aus.
Sie: Das kann garnicht so aussehen, ich gucke nämlich vorbei. Ich gucke
absichtlich vorbei. Und wenn du ein kleines bischen mehr auf mich achten
würdest, hättest du bemerkt können, dass ich absichtlich vorbei gucke.
aber du interessierst dich ja überhaupt nicht für mich.
Er: Jajajaja.
Sie: Wir können doch einfach mal ganz woanders hingucken.
Er: Woanders? Wohin denn?
Sie: Zur Seite, oder nach hinten.
Er: Nach hinten? Ich soll nach hinten sehen? Nur weil der Fernseher kaputt ist,
soll ich nach hinten sehen? Ich lass mir doch von einem Fernsehgerät nicht
vorschreiben wo ich hinsehen soll.
Sie: Was wäre denn heute für ein Programm gewesen?
Er: Eine Unterhaltungssendung.
Sie: Ach.
Er: Es ist schon eine Unverschämtheit was einem so abend für abend im
Fernsehen geboten wird. Ich weiss garnicht, warum man sich das überhaupt
noch ansieht. Lesen könnte man statt dessen, Karten spielen oder ins Kino
gehen oder ins Theater. Statt dessen *sitzt* man da und *glotzt* auf dieses
*blöde* Fernsehprogramm.
Sie: Heute ist der Apparat ja nu kaputt.
Er: Gott sei dank.
Sie: Ja.
Er: Da kann man sich wenigstens mal unterhalten.
Sie: Oder früh ins Bett gehen.
Er: Ich gehe nach den Spätnachrichten der Tagesschau ins Bett.
Sie: Aber der Fernseher ist doch kaputt.
Er: Ich lasse mir von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben wann ich ins
Bett zu gehen habe.
 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 1  (26 Jul 2008 22:50)
19:37   Herren im Bad  Eintrag wurde markiert  
M-L: Ich möchte nicht unhöflich erscheinen, aber ich wäre jetzt ganz gerne allein.
Dr.K.: Wer sind Sie denn überhaupt?
M-L: Mein Name ist Müller-Lüdenscheidt.
Dr.K.:Klöbner, Doktor Klöbner.
M-L: Angenehm.
Dr.K.: Angenehm.
M-L: Können Sir mir sagen, warum Sie in meiner Badewanne sitzen?
Dr.K.: Ich kam vom Ping-Pong-Keller und hatte mich in der Zimmernummer geirrt. Das Hotel ist etwas unübersichtlich.
M-L: Aber jetzt wissen Sie, dass Sie in einer Fremdwanne sitzen und baden trotzdem weiter.
Dr.K.: Von Baden kann nicht die Rede sein, es ist ja kein Wasser in der Wanne.
M-L: Als ich das Bad betrat saßen Sie im warmen Wasser.
Dr.K.:Aber Sie haben es ja wieder abgelassen.
M-L: Weil Sie es eingelassen haben, Herr Doktor Klöbner. In meiner Wanne pflege ich das Badewasser selbst einzulassen.
Dr.K.:Na, dann lassen Sie's doch jetzt ein.
M-L: Mein Badewasser lasse ich mir ein, wenn ich es für richtig halte.
Dr.K.:Gewiss, natürlich.
[Verlegenes Pfeifen...]
Dr.K.:Es sitzt sich recht kühl, einfach so in der Wanne.
M-L: Ich sitze gern mal ohne Wasser in der Wanne.
Dr.K.:Ach.
M-L: Was heisst "ach"?
Dr.K.:Ach. Sie sagten, dass Sie gerne ohne Wasser in der Wanne sitzen und ich meinte "ach".
M-L: Aha.
Dr.K.: Ich hätte auch "aha" sagen können, aber ich wollte meiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, dass Sie es vorziehen, ohne Wasser in der Wanne zu sitzen.
M-L: Herr Doktor Klöbner, ich leite eines der bedeutendsten Unternehmen der Schwerindustrie und bin Ihnen in meiner Badewanne keine Rechenschaft schuldig.
Dr.K.: Nein, nein.
M-L: Ich entscheide persönlich, ob ich mit Wasser bade oder ohne.
Dr.K.: Ja, ja.
M-L: Im übrigen sagte ich nur...
Dr.K.: Herr Müller-Lüdenscheidt...
M-L: Bitte lassen Sie mich ausreden. Ich sagte, dass ich, wenn es die Situation erfordert, durchaus in der Lage wäre, auch mal ein Wannenbad ohne Wasser zu nehmen.
Dr.K.: Ja, ja.
M-L: Und die Entscheidung darüber, ob ich mein Wannenbad mit oder ohne Wasser zu nehmen habe, lasse ich mir von niemandem aufdrängen.
Dr.K.: Nein, nein.
M-L: Auch von Ihnen nicht, Herr Doktor Klöbner.
Dr.K.: Herr Müller-Lüdenscheidt, es wäre ja immerhin denkbar, dass es gewisse Argumente gäbe, die dafür sprächen, das Wasser jetzt einlaufen zu lassen.
M-L: Wie wollen Sie das beurteilen?
Dr.K.: Mein Gott, ich bade ja auch nicht zum ersten Mal.
M-L: So?
Dr.K.: Und nach meiner Erfahrung ist eben ein warmes Wannenbad mit Wasser zweckmässiger als ohne.
M-L: Das ist Ihre ganz persönliche Meinung, Herr Doktor Klöbner. Aber man darf ja wohl noch anderer Ansicht sein.
Dr.K.: Ach, was.
M-L: Sie können Sich in meiner Wanne eine eigene Meinung überhaupt nicht leisten.
Dr.K.: Herr Müller-Lüdenscheidt!
M-L: Herr Doktor Klöbner! Ich lasse jetzt das Wasser ein, wenn Sie mich höflich darum bitten.
Dr.K.: Bitte.
M-L: Höflich.
Dr.K.: Höflich.
M-L: Na, also.
Dr.K.: Was machen Sie da?
M-L: Ich lasse etwas kühleres Wasser ein.
Dr.K.: Das ist sehr aufmerksam, aber ich hätte doch gerne noch eine Kleinigkeit von dem heissen.
M-L: Wenn ich jetzt einen Schuss von dem kalten dazunehmen könnte.
Dr.K.: Das war eine Idee zu viel.
M-L: Ach.
Dr.K.: Ich glaube, noch ein paar Tropfen heisses und man könnte sich einigen. Geht es so?
M-L: Oh, ja. Vielen Dank.
Dr.K.: Oh, bitte sehr.
M-L: Die Ente bleibt draussen.
Dr.K.: Herr Müller-Lüdenscheidt!
M-L: Die Ente bleibt draussen!
Dr.K.: Herr Müller-Lüdenscheidt, ich bade immer mit dieser Ente.
M-L: Nicht mit mir.
Dr.K.: Ich kenne Sie ja erst seit heute.
M-L: Wenn Sie die Ente hereinlassen, lasse ich das Wasser heraus.
Dr.K.: Das sind wohl die Erpressermethoden Ihrer Gangsterfirma.
M-L: Herr Doktor Klöbner!
Dr.K.: Herr Müller-Lüdenscheidt!
M-L: Akademiker wollen Sie sein? Ha.
Dr.K.: Also, was ist jetzt?
M-L: Ich lasse das Wasser heraus, wenn Sie die Ente hereinlassen.
Dr.K.: Ich nehme meine Ente herein.
M-L: Wo ist der Stöpsel?
Dr.K.: Sie sitzen drauf. Wissen Sie eigentlich, dass viele Menschen überhaupt kein Bad besitzen?
M-L: Ach, Sozi sind Sie wohl auch noch?
Dr.K.: Herr Müller-Lüdenscheidt!
M-L: Herr Doktor Klöbner! Also lassen Sie die Ente in Gottes Namen herein.
Dr.K.: Nein, mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht.
M-L: Sie lassen sofort die Ente zu Wasser!
Dr.K.: Ich denke nicht daran.
M-L: Dann tauche ich jetzt so lange, bis Sie die Ente zu Wasser lassen.
Dr.K.: Bittesehr...
M-L: Es ist mir ernst! Ich zähle bis drei. Eins, zwei, drei... Hmmmmm.....
Dr.K.: Da sind Sie ja schon wieder.
M-L: Jawohl.
Dr.K.: Passen Sie mal auf!
M-L: Herr Doktor Klöbner? Hören Sie? Wenn Sie nicht sofort auftauchen, verlasse ich die Wanne. Die Luft anhalten kann jeder.
Dr.K.: Was sagen Sie nun?
M-L: Sie langweilen mich.
Dr.K.: Aber ich kann länger als Sie.
M-L: Es gibt Wichtigeres im Leben.
Dr.K.: Was denn?
M-L: Ehrlichkeit, Toleranz...
Dr.K.: Ja...
M-L: Mut, Anstand...
Dr.K.: Ja... Ja...
M-L: Hilfsbereitschaft...
Dr.K.: Ja...
M-L: Tüchtigkeit, Zähigkeit...
Dr.K.: Ja...
M-L: Sauberkeit...
Dr.K.: Aber ich kann länger als Sie.
M-L: Es kommt auf den Charakter an.
Dr.K.: Aber ich kann länger als Sie.
M-L: Und das glaube ich ihnen nicht.
Dr.K.: Dann tauchen wir jetzt gleichzeitig.
M-L: Wie Sie wünschen.
Dr.K.: Dann werden wir's ja sehen.
M-L: Das werden wir sehen.
Dr.K.: Ich habe schon ganz verschrumpelte Finger.
M-L: Ich auch.
Dr.K.: Also. Eins, zwei...
M-L: Drei... Hmmmmm....

Ist hier jemand? Hallo? Entschuldigen Sie, ist das hier Zimmer 107?
 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 0
19:27   Das Frühstücksei  Eintrag wurde markiert  
Er: Berta!
Sie: Ja ...
Er: Das Ei ist hart!
Sie: (schweigt)
Er: Das Ei ist hart!!!
Sie: Ich habe es gehört ...
Er: Wie lange hat das Ei denn gekocht?
Sie: Zu viele Eier sind gar nicht gesund!
Er: Ich meine, wie lange dieses Ei gekocht hat ...?
Sie: Du willst es doch immer viereinhalb Minuten haben ...
Er: Das weiß ich ...
Sie: Was fragst du denn dann?
Er: Weil dieses Ei nicht viereinhalb Minuten gekocht haben kann!
Sie: Ich koche es aber jeden Morgen viereinhalb Minuten.
Er: Wieso ist es dann mal zu hart und mal zu weich?
Sie: Ich weiß es nicht ... ich bin kein Huhn!
Er: Ach! ... Und woher weißt du, wann das Ei gut ist?
Sie: Ich nehme es nach viereinhalb Minuten heraus, mein Gott!
Er: Nach der Uhr oder wie?
Sie: Nach Gefühl ... eine Hausfrau hat das im Gefühl ...
Er: Im Gefühl? Was hast du im Gefühl?
Sie: Ich habe es im Gefühl, wann das Ei weich ist ...
Er: Aber es ist hart ... vielleicht stimmt da mit deinem Gefühl was nicht ...
Sie: Mit meinem Gefühl stimmt was nicht? Ich stehe den ganzen Tag in
der Küche, mache die Wäsche, bring deine Sachen in Ordnung,
mache die Wohnung gemütlich, ärgere mich mit den Kindern rum
und du sagst, mit meinem Gefühl stimmt was nicht?
Er: Jaja ... jaja ... jaja ... wenn ein Ei nach Gefühl kocht, kocht es eben
nur zufällig genau viereinhalb Minuten.
Sie: Es kann dir doch ganz egal sein, ob das Ei zufällig viereinhalb
Minuten kocht ... Hauptsache, es kocht viereinhalb Minuten!
Er: Ich hätte nur gern ein weiches Ei und nicht ein zufällig weiches Ei! Es
ist mir egal, wie lange es kocht!
Sie: Aha! Das ist dir egal ... es ist dir also egal, ob ich viereinhalb
Minuten in der Küche schufte!
Er: Nein - nein ...
Sie: Aber es ist nicht egal ... das Ei muss nämlich viereinhalb Minuten
kochen ...
Er: Das habe ich doch gesagt ...
Sie: Aber eben hast du doch gesagt, es ist dir egal!
Er: Ich hätte nur gern ein weiches Ei ...
Sie: Gott, was sind Männer primitiv!
Er: (düster vor sich hin) Ich bringe sie um ... morgen bringe ich sie um!
 

Kommentar hinzufügen Kommentare: 0

Menü
Mein Weblog
Meine Kommentare
Meine Favoriten
Markierte Einträge

Die ... Weblogs
Die ... Einträge

Weblogprojektor
Zufälliges Weblog
Zufälliger Eintrag

Weblogautor:
  Hallmackenreuth


 Profil
 Private Nachricht
 Gästebuch

Umfragen

Es existieren keine Umfragen
 
Alle Umfragen zeigen

«   August 2008   »
MoDiMiDoFrSaSo
010203
04050607080910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

 Stammleser: 
sich hinzufügen
sich hinzufügen

 Statistik: 
Heute
  Besucher 2
  Seitenansichten 3
Gestern
  Besucher 31
  Seitenansichten 45
in dieser Woche
  Besucher 70
  Seitenansichten 100
in diesem Monat
  Besucher 528
  Seitenansichten 759
in diesem Jahr
  Besucher 655
  Seitenansichten 992

  Stammleser 0
  Einträge 9
  Kommentare 5
Mehr...

RSS

RSS Feed: Holleri di dudl jö
 

Werbung