| | 20:30 | | | | Schau mir in die Augen "Baby" und ich sage dir wer Du bist... Oder nicht???
 BLAU: Friedfertigkeit, Mildherzigkeit, Nachgiebigkeit,Sanftmut.
 GRÜN: Leidenschaft, Mut, Veränderung, oft energisch und heftig.

BRAUN/ dunkle Farben: starkes Gefühlsleben, mehr innerlich, manchmal unbeherrscht, fast immer leidenschaftlich.
GRAU: Berechnung, Härte, Kälte, zu allem entschlossen, alles überblickend
SCHWARZ: Berechnung, Härte, Kälte, zu allem entschlossen, alles überblickend
Diese uralten, überlieferten Augenfarben-Deutungen können nur im Zusammenhang und zur Ergänzung, beziehungsweise Bestätigung mit anderen Charaktereinordnungen angesehen werden. Wie alles in unserem Leben verändern wir uns mit dem Alter... Auch die Augenfarbe.
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| Donnerstag, 14 August 2008 Jahr |
16:59 | | | | Erstmals Hartz IV Regelsätze auf dem Prüfstand Erstmals Hartz IV Regelsätze auf dem gerichtlichen Prüfstand
Erstmals hat ein Landessozialgericht einen Sachverständigenrat einberufen, um die ALG II Regelleistungen/ Grundsicherung für Arbeitssuchende gemäß SGB II zu überprüfen. Nach Informationen der ARCA Soziales Netzwerk e.V. in Eschwege hatte eine Familie in Hessen mit Hilfe des Erwerbslosenvereins eine Klage eingereicht, in der sie zurecht die Bemessung der ALG II Regelsätze als unzureichend anklagt.
Das Landessozialgericht Hessen hat eigens dafür einen Sachverständigenrat vorgeladen, der aus Herr Dr. Rudolf Martens, Leiter der Forschungsstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie aus Frau Dr. lrene Becker von der Johann- Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Projekt "Soziale Gerechtigkeit " besteht.
Die bestellten Gutachter sollen nun Aussagen zu der Bedarfsermittlung und der Bemessung der ALG II Regelsätze tätigen. Insgesamt soll auch überprüft werden, ob die SGB II und SGB XII Regelsätze überhaupt für Familien ausreichen. Die Frage lautet hier, ob Kinder eine Teilhabe am kulturellem Leben haben können. Interessanterweise wollen die Landessozialrichter wissen, ob mit den sogenannten Kinderregelsätzen eine ausreichende Schulbildung gewährleistet sein kann.
Bislang hat es das Bundessozialgericht (BSG) vermieden in einer Bestimmtheit die Regelsätze zu überprüfen. Auch die Landessozialgerichte vermieden es bislang, die Regelsätze in der Gesamtheit nach Rechtsmäßigkeit der Bemessung zu überprüfen. Der 6. Senat des hessischen Landessozialgerichtes (Aktenzeichen L 6 AS 336/07) geht nun einen gewichtigen Schritt und man kann gespannt über dessen Durchführung und Ausgang sein. (gegen-hartz.de, 14.08.2008)
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| Dienstag, 12 August 2008 Jahr |
19:15 | | | | Informationspolitik im Konfliktgebiet Propagandaschlacht im Kaukasus Nicht erst seit Beginn des Krieges in Georgien wird auch ein Kampf um Informationen ausgefochten. Dabei ist den Beteiligten jedes Mittel recht: Falschinformationen, Manipulationen, Hackerangriffe im Netz und sogar ein inszenierter Anschlag, bei dem in Kauf genommen wurde, dass Menschen verletzt wurden.
Von Silvia Stöber, tagesschau.de
Der Krieg in Georgien ist nicht nur eine militärische Auseinandersetzung. Er ist auch ein Kampf um die Frage, wer das Recht auf seiner Seite hat: Georgiens Präsident Michail Saakaschwili begründete den Einmarsch in Südossetien damit, dass die konstitutionelle Ordnung wieder hergestellt werden müsse. Russland spricht von einer humanitären Intervention, um ethnische Säuberungen zu stoppen.
[Bildunterschrift: Der russische Präsident Medwedjew und Ministerpräsident Putin bei einer Beratung über den Konflikt in Georgien ] Das russische Führungsduo Wladimir Putin und Dimitri Medwedjew benutzt diese Worte, um Assoziationen zum Kosovo-Konflikt heraufzubeschwören. Die Formulierungen der georgischen Seite erinnern – wohl eher unbedacht – an den Einmarsch der russischen Armee in Tschetschenien. Sie dienen jedenfalls dazu, das eigene brutale Vorgehen zu rechtfertigen, wenn es nicht von vorn herein bestritten wird. Da es kaum unabhängige Berichte aus den Kampfgebieten gibt, können alle Seiten ihre Behauptungen ungeprüft verbreiten. Diese Gelegenheit wird weidlich genutzt.
Von Russland aus werden Informationen verbreitet, die den militärisch weit unterlegenen Gegner stärker erscheinen lassen, freilich ohne es zu belegen: Der russische Militär-Aufklärungsdienst ließ über die staatliche Nachrichtenagentur Ria Novosti verkünden, tausende Söldner aus Osteuropa kämpften gegen die russischen "Friedenssoldaten" und würden dabei von 1000 US-Militärexperten in Georgien geleitet. Die russische Zeitung "Prawda" berichtet, georgische Panzer und Infanterie würden von israelischen Beratern unterstützt – dies sei ein Beleg, dass der Konflikt von äußeren Kräften angestiftet worden sei. Zugleich wirft Russland dem Westen eine einseitige und politisch motivierte Berichterstattung vor: Die georgische Aggression sei verschwiegen worden. Das russische Vorgehen stehe jedoch in der Kritik.
Hintergrund: Kaum verlässliche Informationen Kämpfe in unüberschaubaren Bergregionen und kaum neutrale Quellen: Die Lage in Georgien ist extrem unübersichtlich. [mehr] Anschlag inszeniert?
Fehlmeldungen und Manipulationen sind indes schon lange an der Tagesordnung: Die abchasische Führung behauptete in den vergangenen Wochen, Georgien rücke mit Truppen an die Trennlinie zu Abchasien vor. Dies konnten die Beobachter der UN-Beobachtermission UNOMIG jedoch nicht bestätigen. Andererseits wird im Abchasien-Report für den UN-Sicherheitsrat von Ende Juli eine Darstellung der georgischen Seite bezweifelt, wonach bei den Parlamentswahlen am 21. Mai georgische Wähler an der Waffenstillstandslinie von Abchasen angegriffen worden seien. Sie sollten mit Bussen zu den Wahlurnen im nahe gelegenen Sugdidi gebracht werden. Aufnahmen georgischer Medien sollten belegen, dass die Georgier beschossen und die leeren Busse mit Granaten angegriffen wurden. Vier Menschen wurden dabei verletzt.
Doch die Untersuchungen der UNOMIG ergaben Ungereimtheiten. So waren die Schüsse von georgischer Seite aus abgegeben worden. Die Fernsehbilder von der Explosion der Busse waren nicht verwackelt – die Kameras hatten offenbar auf Stativen gestanden. Das veranlasste die Beobachter zu der Vermutung, dass die Ereignisse erwartet worden waren. Unabhängige georgische Journalisten wurden in einer Dokumentation noch deutlicher: Sie nannten den Anschlag eine Inszenierung.
Kritische Stimmen werden unterdrückt
Nur selten gelingt es kritischen Journalisten und Experten in Georgien, über die Konfliktregionen zu berichten. Der Dokumentarfilmer und Menschenrechtler Mamuka Kuparadze beklagte schon im vergangenen Jahr, dass kein Sender seine Reportage über Abchasien ausstrahlen wollte. Gegen den Politikwissenschaftler und Oppositionspolitiker Paata Zakareischwili wurde eine regelrechte Medienkampagne der regierungsnahen Fernsehsender geführt. Er hatte mit anderen Experten einen Plan zur Lösung des Abchasien-Konflikts ausgearbeitet, der der Regierung jedoch zu weit ging. Vor den Parlamentswahlen im Mai konnte Zakareischwili kaum noch öffentlich auftreten: Eine Filmveranstaltung in Telavi wurde abgesagt, weil er dabei einen Vortrag halten wollte. Die Stadt weigerte sich, den Kinosaal zur Verfügung zu stellen, wenn er auftreten würde.
Verfälschte Informationen Je näher die Eskalation des Konfliktes in den vergangenen Tagen rückte, desto aggressiver wurden unliebsame Informationen unterdrückt oder verfälscht. Als die Führung Südossetiens am ersten Augustwochenende begann, Frauen und Kinder in das benachbarte Nordossetien auf der russischen Seite zu bringen, bezeichnete der für die abtrünnigen Regionen Georgiens zuständige Minister Temur Jakobaschwili dies als Transporte in Ferienlager.
Krieg im Internet
Sehr schnell verlagerte sich der Kampf um die Informationshoheit in den vergangenen Tagen ins Internet. Als eine der ersten wurde die Webseite südossetischen Rundfunks angegriffen. Dort hatte eine Meldung gestanden, dass 29 georgische Soldaten bei der Detonation einer Mine getötet worden seien. In den georgischen Medien war nur über den Tod von sechs Südosseten berichtet worden. Am Freitag wurde dann der international renommierte georgische Nachrichtendienst Civil, der unter anderem von der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt wird, lahm gelegt. Die Nachrichten werden inzwischen über eine Mailingliste verteilt. Wer genau wen stört, ist nicht leicht zu klären.
Das georgische Außenministerium bloggt
Auch die Seiten des regierungsnahen Fernsehsenders Rustawi 2 und des Georgischen Staatsfernsehens wurden gehackt. Das georgische Außenamt verbreitet seine Meldungen nach mehreren Angriffen als Blog. Das Ministerium veröffentlicht im Minutentakt Informationen über die militärischen Auseinandersetzungen – und steht dabei im "Wettstreit" mit dem russischen Fernsehsender Russia Today. Präsident Michail Saakaschwili erhielt nach einem Hackerangriff auf seine Homepage inzwischen von seinem polnischen Amtskollegen Lech Kaczynski die Möglichkeit, dessen Webseite zu nutzen.
[Bildunterschrift: Präsident Saakaschwili erklärt die Lage in Georgien. Russische Sender wurden abgeschaltet. ] Für die Menschen in Georgien wird es indes immer schwieriger, Informationen von verschiedenen Seiten zu erhalten. Nicht nur die Webseiten mit dem Domain-Namen .ru sind offenbar gesperrt. Am Samstag erklärte Parlamentspräsident David Bakradse, in Georgien seien die russischen Fernsehsender abgeschaltet worden, da sie nur Falschinformationen über die Lage in Südossetien verbreiteten. Da gleich zu Beginn der Angriffe die Telekommunikationsmasten zerstört wurden, gibt es auch keine Telefonverbindungen mehr in die Region.
Ende Juli war noch eine Nachricht an die Georgier durchgedrungen, die man allerdings kaum glauben und schon gar nicht wahrhaben wollte: In einem Interview mit der unabhängigen Wochenzeitung "Kwiris Palitra" hatte der russische Militärexperte und Journalist Pawel Felgenhauer gewarnt, er befürchte im August den Ausbruch eines Krieges. Nun ist er da - und die Propagandaschlacht auf ihrem Höhepunkt angelangt.
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| Freitag, 08 August 2008 Jahr |
16:25 | | | |

Nach Mobilmachung Georgiens Russland schickt Truppen nach Südossetien Nach schweren Kämpfen zwischen Georgien und der abtrünnigen Region Südossetien hat Russland Truppen in die Region entsandt. Zudem bombardierte die russische Luftwaffe nach georgischen Angaben einen Militärstützpunkt nahe der georgischen Hauptstadt Tiflis. Georgien hatte zuvor die Mobilmachung erklärt und eine Großoffensive gestartet, um Südossetien zurückzuerobern, das seit 1992 praktisch autonom ist. Damit zeichnet sich ein Krieg zwischen beiden Staaten ab. "Gemäß der Verfassung und der Gesetze bin ich als Präsident der Russischen Föderation verpflichtet, Leben und Würde der russischen Bürger zu schützen, wo auch immer sie leben", sagte Russlands Präsident Dimitri Medwedjew nach Angaben der Agentur Interfax. Die meisten Einwohner Südossetiens haben einen russischen Pass.
"Tod der Landsleute nicht ungesühnt lassen" [Bildunterschrift: Georgische Militärtransporter rücken nach Südossetien vor. ] Welche Schritte Moskau unternehmen will, ließ Medwedjew offen. Nach russischen Angaben wurden zuvor durch georgische Angriffe weite Teile der Hauptstadt Südossetiens, Tschinwali, zerstört. In Medienberichten war von vielen Toten und Verletzten die Rede. Bei den Kämpfen sollen laut russischen Angaben auch Mitglieder der russischen Friedenstruppe für die abtrünnige Region ums Leben gekommen sein. "Wir werden den Tod unserer Landsleute nicht ungesühnt lassen. Die Schuldigen werden gebührend bestraft", sagte Medwedjew.
Russische Soldaten nach Südossetien verlegtDas russische Verteidigungsministerium bestätigte inzwischen, im Konflikt mit Georgien reguläre Soldaten nach Südossetien gesandt zu haben. Das sagte ein Stab-Mitarbeiter des nordkaukasischen Militärbezirks der Agentur RIA Nowosti. Kurz zuvor hatte das Ministerium in Moskau von einer nicht näher bezeichneten Verstärkung der Friedenstruppen in Südossetien gesprochen. Damit solle weiteres Blutvergießen verhindert werden.
Nach Angaben des georgischen Präsidenten Saakaschwili drangen 150 russische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge nach Südossetien vor. Er erklärte zudem, dass Georgien zwei russische Kampfflugzeuge über georgischem Gebiet abgeschossen habe. Georgien kündigte Agenturberichten zufolge für den Nachmittag eine dreistündige Feuerpause an, um Zivilsten die Flucht aus dem umkämpften Gebiet zu ermöglichen. Zuvor hatte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) beide Seiten aufgefordert, einen Korridor für Evakuierungen und Rettungstransporte zu öffnen.
Tausende Reservisten mobilisiert [Bildunterschrift: Ein Teil der Einwohner Südossetiens begrüßte die georgischen Truppen zu Beginn der Großoffensive. ] Georgien hatte nach einem angeblichen russischen Luftangriff über der Krisenregion Südossetien sämtliche Streitkräfte sowie Tausende Reservisten mobilisiert. Drei russische Kampfflugzeuge sollen nach georgischen Angaben Bomben auf zwei Ziele in der Provinz abgeworfen haben. Georgiens Präsident Saakaschwili sprach von einer "großangelegten militärischen Aktion" gegen sein Land. "Ich fordere Russland auf, mit der Bombardierung friedlicher georgischer Städten aufzuhören", sagte Saakaschwili.
Das russische Außenministerium hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. "Das ist Unsinn", sagte ein Sprecher. Ministerpräsident Wladimir Putin hatte zuvor das "aggressive" Vorgehen Georgiens in Südossetien kritisiert und eine "Reaktion" Russlands angekündigt.
Militäroffensive in abtrünniger ProvinzDie seit Tagen in Südossetien anhalten Kämpfe hatten am Morgen die Provinzhauptstadt Tschinwali erreicht, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Saakaschwili sagte in einer Fernsehansprache, georgische Truppen seien in die Außenbezirke von Tschinwali eingerückt. Sie kämpften nun um das Stadtzentrum. Bislang sollen bei den Kämpfen nach Angaben Südossetiens mindestens 15 Zivilisten ums Leben gekommen sein.
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